Fotografie Tipps | Perspektive

Mit einer schönen Perspektive lässt sich so einiges erreichen. „Den Blick für das Besondere zu haben“ muss nicht nur Profi Fotografen überlassen sein. Das Tolle an einer gelungenen „In-Szene-Setzung“ und einem guten Blickwinkel ist, dass dies auch ohne eine teure Kamera möglich ist, man braucht lediglich ein Gefühl für das Bild und ein „gutes Auge“…

Ein von Anfängern häufig gemachter Fehler ist es, zu glauben, dass eine Veränderung der Brennweite mit einer veränderten Perspektive einher geht, da sich der Abbildungsmaßstab mit der Brennweite ändert und so der Eindruck einer geänderten Perspektive entsteht. Eine andere Perspektive jedoch wird nicht durch heran- oder wegzoomen erreicht, da sich bei gleichbleibendem Kameraabstand die Beziehung zur Umgebung und somit auch die Perspektive nicht verändert.

Durch eine kürzere Brennweite, sieht man letztlich nur mehr von der entsprechenden Szene, bzw. sieht weniger bei einer längeren Brennweite. Es ist also ein Perspektivwechsel nur möglich, wenn der Fotograf seine Position im Verhältnis zum Motiv ändert. Bewegung des Fotografen ist also erforderlich, nicht heran- oder wegzoomen!

Zusätzliche Gestaltungsmöglichkeiten hat man auch durch durch den Blickwinkel. Schaut man auf ein Motiv von Oben, etwa auf eine Blume, so führt das zu einer Erweiterung des Vordergrundes. Bei hohen Gebäuden oder Bäumen etc. ist oftmals ein Blick nach Oben notwendig. Hierdurch hat man bspw. die Möglichkeit, das Motiv isoliert vor dem Himmel darzustellen.

Bild | Beispiel | Fotografie | Perspektive | Leipzig

Ein Strommast direkt von Unten fotografiert bringt die Symmetrie zum Ausdruck.

Bild | Beispiel | Fotografie | Perspektive | Dynamik

Eine Drehung der Kamera fügt zudem eine dynamische Diagonale hinzu.

Beim Fotografieren von Gebäuden und Hochhäusern ist eine verzeichnungsfreie Abbildung ein wesentliches Qualitätsmerkmal. Nichts ist schlimmer als krumme Linien und ein Hochhaus das sich scheinbar nach hinten lehnt. In der professionellen Architekturfotografie werden i.d.R. sehr teure Objektive mit Festbrennweite verwendet um solch eine verzeichnungsfreie Abbildung zu erzielen. Diese sind extrem teuer, für den Hobby Fotografen sicher zu teuer. Daher sollte man sich auf einen Ausschnittes des Bildes konzentrieren und diesen mit geraden Linien und Parallelen abbilden. Ein Blick von Unten nach Oben kann tolle Effekte möglich machen.

Bild | Beispiel | Fotografie | Perspektive | Hochhaus | Wien

Ein Hochhaus wie dieses hier in Wien ist in der Regel nicht vollständig auf dem Fotos abzubilden ohne das es zu dem „No-Go“ in der Architekturfotografie „krumme Linien“ kommt. Man kann dem durch die Auswahl eines bestimmten Ausschnittes entgegenwirken und nur einen Teil des Motives ablichten.

Bild | Beispiel | Fotografie | Perspektive | Leipzig | Treppenhaus

Das hier ist fast schon ein Klassiker: Treppenhäuser symmetrisch von Unten nach Oben zu fotografieren.

Bild | Beispiel | Fotografie | Perspektive

 

Bild | Beispiel | Fotografie | Perspektive | Leipzig

Es entsetehen beim Fotografieren wunderbare Möglichkeiten wenn man seinen Standpunkt ändert. Dieses Bild wurde mit der Kamera in Bodennähe gemacht und ermöglicht so einen etwas anderen Blick auf die Wiese und den Mann im Hintergrund. Am Besten ist es, einfach verschiedene Sachen ausprobieren und vor allen Dingen in Bewegung zu bleiben.

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